Zurück zur Startseite

Allgemeines

Der Computer - unser Freund und Helfer

Die letzte große Hürde vor Abgabe der fertigen Arbeit besteht darin, das gesammelte Wissen auszuformulieren und in ordentlicher Form zu Papier zu bringen. Wer besonders große Berührungsängste mit moderner Technik hat oder auch einfach gerne auf Zetteln rumkritzelt, kann die Arbeit zunächst manuell vorschreiben. Das hat den Vorteil, daß die Hände trainiert bleiben und auch bei mehrstündigen Klausuren ihren Dienst, wie ich es bereits selber mehrfach erleben mußte, nicht kurz vor Abgabe nur noch unter Schmerzen und Protest ableisten.
Allerdings geht dabei auch viel, zu Hausarbeitszeiten besonders wertvolle, Zeit verloren. Ich habe daher bereits meine Materialauswertung zumeist am Rechner vorgenommen, wichtige Zitate einfach stichwortartig abgeschrieben und mit einer genauen Quellenangabe versehen. Dazwischen habe ich dann später meine eigenen Gedanken eingefügt und aus dem so entstandenen Baukasten die fertige Hausarbeit kreiert.
Welchen der beiden Wege man geht, muß jeder für sich entscheiden. Ich halte es jedoch auf alle Fälle für wichtig, das abzugebende Dokument am Computer zu erstellen. Mit diesem Hinweis erzähle ich den meisten wahrscheinlich nichts Neues. Aber es gibt auch heute noch einige wenige Vertreter der "ich schreibe die Arbeit in meinem Garten und da gibt es keinen Strom"-Ausrede. Denen sei hier noch einmal ausdrücklich gesagt: irgendwann müssen Sie sich mit diesen neuen Maschinen auseinandersetzen. Tun Sie das lieber jetzt, während Ihrem Studium, wenn Sie noch die Zeit und die Nerven haben, sich in diese zugegebenermaßen komplexe und (nur am Anfang) komplizierte Materie einzuarbeiten. Denn eines ist sicher: wenn Sie mal als Anwältin oder Anwalt arbeiten, kann Papas Sekretärin auch nicht mehr alle Gutachten für Sie abtippen.
Nur nebenbei sei bemerkt: genau in diesem Moment sitzen Sie bereits an einem Computer und sehen sich Internet-Seiten an. Und hat der kleine bisher irgendwas gelöscht? Ist er schon abgestürzt? Kam vielleicht ein Virus, der Ihnen Angst gemacht hat? Nein! Und wenn Sie sich meine Tips zu Herzen nehmen, dann passiert das auch nicht.
Auch wenn Sie bereits Kenntnisse im Umgang mit einer Textverarbeitung besitzen, sollten Sie die folgende Kurzanleitung durchlesen. Diese ist nämlich besonders auf das Erstellen einer Hausarbeit zugeschnitten. Wie die besonderen Bestandteile eines derartigen Dokumentes -Literaturverzeichnis, Gliederung, Fußnoten etc.- schnell und einfach zu erstellen sind, wird hier erklärt. Wer sich also mit Hilfe dieser Anleitung in eine Textverarbeitung einarbeitet, wird Zeit sparen.

Hinweise für Benutzer anderer Programme

Der Markt bietet eine Vielfalt an Textverarbeitungsprogrammen. Ich habe für meine Anleitung Microsoft WinWord für Windows gewählt. Das hat zum einen den Grund, daß dieses Programm auf den Rechnern in unserem Cip-Pool verfügbar ist. Außerdem habe ich selber immer schon mit dieser Software gearbeitet und kenne mich daher am damit am besten aus.
Erfreulicherweise gleichen sich die führenden Applikationen verschiedener Hersteller von der Oberfläche und der Bedienung her immer mehr aneinander an. Unterschiede liegen meistens in der Benennung verschiedener Werkzeuge und Funktionen. Daher ist auch für denjenigen, der gerne mit einer anderen Anwendung arbeiten möchte, die Einführung am Beispiel WinWord nicht unbrauchbar. Die grundlegenden Begriffe und Arbeitsweisen sind bei den meisten anderen Programmen ähnlich, so daß bei einer ergänzenden Zuhilfenahme des entsprechenden Handbuchs die Einarbeitung sicherlich möglich sein wird.
Die verwendete Software sollte jedoch auf jeden Fall folgende Leistungsmerkmale besitzen:

  1. Die Seitennummerierung muß automatisiert sein, das heißt, Seitenzahlen müssen nicht von Hand eingetippt werden.
  2. Das Programm sollte den Text in verschiedene Abschnitte unterteilen können, wobei jeder der Abschnitte eigene Einstellungen für Seitenränder und Seitennumerierungen erhalten kann.
  3. Das Programm muß Fußnoten erstellen und selbst verwalten, d.h. numerieren und positionieren, können.
  4. Das automatische Erstellen einer Gliederung bzw. eines Inhaltsverzeichnisses sollte möglich sein.
Sehen Sie in der Anleitung oder im Hilfetext Ihrer Textverarbeitung nach, ob diese Voraussetzungen erfüllt sind. Wenn das nicht der Fall ist, empfehle ich, auf ein Programm umzusteigen, daß unseren Anforderungen genügt.
Im übrigen gilt: je besser Sie Ihr Programm kennenlernen desto schneller werden Sie damit arbeiten können und desto schöner wird das Ergebnis. Daher bitte auf jeden Fall Zeit für das Kennenlernen der Textverarbeitung einplanen!

Kein eigenes Programm? Kein eigener Computer?

Auch wer noch kein Textverarbeitungsprogramm sein eigen nennt oder noch keinen Computer besitzt muß nicht verzweifeln. Der Cip-Pool für Juristen im Gebäude 16 ist gut ausgerüstet und steht allen Jurastudenten der Universität des Saarlandes offen. Voraussetzung ist allerdings eine eigene Benutzerkennung. Alle wesentlichen Fragen zum Cip-Pool sind im eigenen Supportsystem beantwortet.
WinWord ist im Netz des Cip-Pools installiert und kann von jedem Rechner aus benutzt werden. Mit einem entsprechenden Druckkonto kann die Hausarbeit dann auch im selben Raum in Laserdruckerqualität ausgedruckt werden. Wer dieses Angebot wahrnehmen möchte muß natürlich mehr Zeit für die Tipperei einplanen. Nachts ist der Raum nämlich geschlossen, sorry, Nachtschichten sind hier somit nicht möglich.
Wenn die Maschine schon auf dem Schreibtisch steht und nur noch das passende Textverarbeitungsprogramm fehlt, dann wird meistens nach einer preisgünstigen Lösung gesucht. Einige Hersteller bieten sogenannte Studentenlizenzen für Textverarbeitungsprogramme. Diese sind preislich meist äußerst attraktiv. Man erhält dann eine Originalversion, heute in der Regel auf CD-ROM, und muß sich nicht mit einem schlechtem Gewissen und einer Raubkopie auf unzähligen Disketten quälen.

Vorkenntnisse

Wer mit dieser Anleitung arbeiten möchte braucht nicht viele Vorkenntnisse. Lediglich die Bedienung der Windows-Oberfläche sollte vertraut sein. Die in diesem Zusammenhang wichtigen Grundbegriffe wie Fenster, Menü, Dialogfenster, Scrollbalken, Button, Maus, Mausclick etc. werden vorausgesetzt. Falls hier noch Nachholbedarf besteht, empfehle ich zunächst die Lektüre eines Windows-Handbuches.

Arbeitsweise mit der Anleitung

Die Einführung beschränkt sich auf die Funktionen und Werkzeuge, die ein Jurist zum komfortablen Erstellen seiner Hausarbeit kennen muß. Besonders Neueinsteiger sollten die gesamte Anleitung Schritt für Schritt nacharbeiten. Die meisten Abschnitte enthalten Arbeitsanweisungen und -Beispiele, die zum besseren Verständnis alle befolgt werden sollten. Wer die Schritte nach und nach befolgt erhält ein Übungsdokument, das als Gerüst für die spätere Hausarbeit verwendet werden kann!

Die Bezeichnungen von Menüs und Feldern in Dialogfenstern sind fettgedruckt und in 'Hochkommata' gefaßt. Tastenbezeichnungen sind in der Schriftart Courier und IN GROßSCHRIFT gedruckt. Im Anhang befindet sich eine Tastentabelle, in der die gewählten Tastenbezeichnungen erklärt sind.

Sicherheitskopien auf Diskette erstellen

Die Hausarbeit sollte mindestens jede halbe Stunde zusätzlich auf eine Diskette abgespeichert werden. Dann ist auch im Falle eines Rechnerdefektes stets eine fast aktuelle Version der Datei verfügbar. Wer ganz sichergehen möchte, kann auch mehrere Disketten verwenden, um jedes Risiko auszuschließen.

Windows 3.xAnwender und CipPool Benutzer

Benutzer der älteren Windows-Version öffnen den 'Dateimanager' aus der 'Hauptgruppe' des 'Programmanagers'. Um aus WinWord in den Programmanager zurückzugelangen ist es nicht notwendig, das Programm zu schließen. Mit der Tastenkombination ALT + TABULATOR (Doppelpfeil links oben) kann zwischen geöffneten Anwendungen hin- und hergeschaltet werden. Einfach solange ALT + TABULATOR drücken bis das Fenster der Programmanagers erscheint. Falls der Dateimanager bereits gestartet ist, kann dieser selbstverständlich direkt über ALT + TABULATOR aktiviert werden. WinWord bleibt auf diese Art im "Hintergrund" geöffnet.

Datei kopieren

Im Dateimanager muß zunächst das Laufwerkssymbol der Festplatte oder des Netzlaufwerkes angeklickt werden, auf der oder dem sich die aktuelle Dateiversion befindet. Dann muß im linken Teil des Dateifensters der Ordner geöffnet werden, in dem die Datei abgelegt ist. Der Name der Datei sollte dann im rechten Teil des Fensters erscheinen. Zum Kopieren muß das Dateisymbol von rechts auf das Diskettenlaufwerkssymbol in der Laufwerksleiste geschoben werden. Dazu muß man mit der linken Maustaste auf das kleine Bild neben dem Dateinamen klicken und die Taste gedrückt halten. Der Eintrag mit dem Dateinamen wird dann invertiert. Jetzt bitte den Mauszeiger, ohne den linken Button zu lösen, auf das Laufwerkssymbol verschieben, bis dieses umrahmt dargestellt wird. Erst dann darf die Maustaste wieder gelöst werden. Dieser Vorgang des Verschiebens eines Objektes in oder auf ein anderes Objekt ist auch unter dem Schlagwort "drag and drop" bekannt. Wenn alles gut ging, erfolgen jetzt ein oder zwei Sicherheitsabfragen die Sie bitte mit "Ja" bestätigen. Die Datei wird dann auf Diskette kopiert.

Um weiterzuarbeiten muß WinWord wieder in den Vordergrund geholt werden. Dazu benutzen wir wieder die Tastenkombination ALT + TABULATOR, bis das WinWord Fenster auf dem Schirm erscheint. So bleibt der Dateimanager im Hintergrund und kann zum nächsten Kopieren der Datei auch über ALT + TABULATOR reaktiviert werden.

Windows95Anwender

Zunächst muß der Windows-Explorer über 'Start, Programme, Windows-Explorer' gestartet werden. Im linken Teil des erschienenen Fensters befindet sich die Laufwerks- und Verzeichnisliste ('Alle Ordner'). Dort müssen das Laufwerk und das Verzeichnis gewählt werden auf und in dem die aktuelle Version des Dokumentes abgelegt ist. Der Dateiname müßte dann im rechten Teil des Fensters ('Inhalt von `...'') erscheinen.

Sollte in der Liste 'Alle Ordner' der Eintrag für das Diskettenlaufwerk (Bsp. '3,5 Zoll Diskette (A:)') nicht erscheinen so muß dieser sichtbar gemacht werden. Benutzen Sie dazu die Scrolleiste der Dateiliste.

Datei kopieren

Zum Kopieren der Datei muß der entsprechende Eintrag aus der Dateiliste ('Inhalt von `...'') auf das Laufwerkssymbol gezogen werden. Dazu ist das Dateisymbol mit der linken Maustaste anzuklicken, bis es invertiert wird. Die Maustaste muß gedrückt bleiben. Bei festgehaltener Taste wird der Mauszeiger, wie in der Grafik dargestellt, auf das Laufwerkssymbol bewegt. Erst wenn dieses invertiert erscheint, darf die Maustaste wieder gelöst werden. Diesen Vorgang des Verschiebens eines Objektes in oder auf ein anderes Objekt nennt man "drag and drop".

Wenn alles richtig gemacht wurde, beginnt der Kopiervorgang. Die folgenden Sicherheitsabfragen werden mit 'Ja' beantwortet.

Danach kann WinWord zum Weiterarbeiten über die entsprechende Schaltfläche der Taskleiste, die sich gewöhnlich am unteren Bildschirmrand befindet, aktiviert werden. Zum nächsten Kopieren der Datei kann auch der Explorer über die zugehörige Schaltfläche in den Vordergrund geholt werden, da er noch geöffnet ist.

Tastentabelle

Taste

Englische Bezeichnung
Symbol
UMSCHALT
SHIFT
UMSCHALT
STRG
CTRL

ALT


TABULATOR

TABULATOR
EINGABE
ENTER / RETURN
EINGABE
LEERTASTE
SPACE

RüCKSCHRITT
BACKSPACE
RÜCKSCHRITT
ENTF
DEL

EINF
INS

POS 1


ENDE
END

BILD OBEN
PG UP
Bild BILD OBEN
BILD UNTEN
PG DWN
Bild BILD UNTEN
PFEIL LINKS

CURSOR LINKS
PFEIL RECHTS

CURSOR RECHTS
PFEIL OBEN

CURSOR OBEN
PFEIL UNTEN

CURSOR UNTEN